Es heißt immer: SMART sollte ein Ziel sein. Das ist der Garant dafür, dass ich ein Ziel erreichen kann. Ich muss es eben nur so formulieren: Spezifisch, machbar, attraktiv, realistisch und terminiert.
Klar. Ganz einfach.
„Ich will diese Woche alles lernen!"
Naja. Wenig konkret, ziemlich unspezifisch und schwammig terminiert.
So planen wir aber oft. Und wundern uns, dass so manches nicht funktioniert.
Also:
„Ich will viel schaffen bis zum 3.Oktober und mich nicht verzetteln.“
Schon besser.
Unser Gehirn kann mit dem Wort "nicht" schlecht umgehen. Also formuliere lieber, was du möchtest.
"Ich möchte bis zum 3.Oktober 10 Matheaufgaben in Stochastik wiederholen."
Und wieso fängtst du dann trotzdem nicht an? Was steht dir da noch im Weg?
Probiere es mal mit einem wohlgeformten Ziel.
Und so kommst du da hin.
Stell dir dein Ziel vor. Und zwar mit allen Sinnen. Versetz dich an den Tag, an dem du fertig bist. Also dem 33.Oktober und lebe den Tag einmal durch. Mit Bildern, Musik, Düften, Gefühlen, Geschmack.
Du sitzt abends an deinem Schreibtisch und hast gerade die letzte Aufgabe erfolgreich durchgerechent. Du guckst auf deine Notizen, deine Rechnungen und lächelst. Du denkst daran, wie konzentriert du warst, wie schnell du doch vorangekommen bist. Wie du dir die Aufgaben eingeteilt hast. Du siehst duch das Fenster in die Baumkronen und freust dich an den Sonnenstrahlen, die noch am Himmel glitzern. Du kannst im ganzen Körper fühlen, wie entspannt du bist. Wie glücklich. Ganz automatisch richtest du dich ein bisschen auf.
Mit diesem Bild vor Augen formulierst du also dein Ziel positiv. Nicht als Vergleich. Konkret. Machbar. Und achte darauf, dass du alle Störfaktoren aus dem Weg räumst. Dazu gleich noch mehr.
Als Coach schaue ich immer, dass etwas sinnlich erfahrbar ist oder wird. Mein Coachee schafft sich also ein Zielbild, das ich sehen, fühlen, hören und eventuell sogar riechen und schmecken kann.
Warum ist ein solches Zielbild wichtig?
All unser Verhalten wird von Prozessen in unserem Inneren gesteuert. Und unsere Wahrnehmung wird durch das Nervensystem und durch die Sinne gefiltert.
Wenn ich also herausfinde, wie ich die Welt wahrnehme, was für mich wichtig ist, kann ich ein Ziel noch attraktiver für mich machen kann. Dann hilft es, das Ziel zu erreichen. Dann ist Ziel für mich wohlgeformt und passt zu mir.
Dann hat das Ziel Power.
Angenommen, ich bin ein Mensch, der die Welt immer als bunten Comicfilm wahrnimmt. Ein extremes Beispiel. Aber das kann es durchaus geben.
Wenn ich mir nun meinen Zieltag, den 3.Oktober also bunten Comicfilm vorstelle, mit mir als Heldin oder Held. Vielleicht mit der Stimme meines Lieblingshelden. Mit einer entsprechenden passenden Melodie. Dann erhöht das meine Motivation.
Dann bleiben noch zwei wichtige Punkte. Der Öko Check und der Future Pace.
Hier geht es um die Störfaktoren. Mit dem Öko Check prüfe ich, ob das Ziel wirklich für mich passt. Oder ob es vielleicht Menschen gibt, die meinem Ziel im Wege stehen. Oder ob das Ziel vielleicht meine Werte ignoriert. Oder mich demotiviert. Oder meinen Überzeugungen zuwiderläuft.
An diesen Dingen kannst du arbeiten.
Mit dem Future Pace, deinem erster Schritt ist auf dem Weg zu deinem Ziel, bestimmst du für dich möglichst konkret, wann der erste Schritt stattfinden wird und woran du merken wirst, dass du auf deinem Weg zu deinem Ziel bin. Und zwar in machbaren Schritten, die dich nicht überfordern.
"Heute ist der 25.September. Ich plane jetzt wochenweise, und dann für jeden Tag 3 Aufgaben. Mein erster Schritt, gleich heute Abend noch, ist die Aufstellung der Übersicht."
So gehst du auf dem Weg zu deinem Ziel. In deinem Tempo. Mit dem, was du auf dem Weg brauchst.
Es lohnt sich, Zeit und Ruhe darin zu investieren, ein Ziel wohlgeformt zu verfassen: Positiv, machbar, ohne Störfaktoren und konkret. Mit einem motivierenden Zielbild.
Und es lohnt sich auch, mit jemandem zusammen so ein Ziel zu erarbeiten mithilfe von gezielten Fragen. Und mit Ruhe und Zeit.
Ich unterstütze dich gerne dabei!
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